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Hortulus

Mittwoch, 28. Oktober 2009

FrühlingsZwiebelRaserei

Mein Blutdruck steigt, die Atemfrequenz verdreifacht sich und der Puls rast.
Die Hände zittern und die glasigen Augen verraten Unzurechnungsfähigkeit...
...was ich gerade mache?
Ich kaufe Blumenzwiebeln ein.
Ich fürchte, eines schönen Tages, werde ich nochmal dahingerafft von dieser Art hortikultureller Aufregung.
Es macht aber auch solchen Spaß mit den Frühjahrsblühern!
Man pflanzt sie im Herbst, vergisst sie im Winter und im Frühling bringt der Garten von ganz allein und wie durch Zauberhand die schönsten Blumen hervor.
Und da besteht nunmal ein gewisser Zeitdruck, denn alles was im nächsten Frühling blühen soll muß jetzt schleunigst in die Erde.

Eine große Portion Tulpenzwiebeln hatte ich schon Ende September gepflanzt.
Zum Beispiel diese hier:
queen1
"Queen of the Night"
(...in passender Farbe, es ist schließlich bald Halloween. :-D)

Diese Tulpensorte hat mir dieses Jahr so gut gefallen, daß ich gleich noch mehr davon besorgen mußte.
Als Partnerin habe ich ihr die Viridiflora - Tulpe "Spring Green" zur Seite gestellt. Die beiden blühen (hoffentlich) gleichzeitig und die schwarzen Blüten zusammen mit den weiß-grün geflammten, das male ich mir wunderschön und wahnsinnig edel aus. (-womit ich wieder beim Wahnsinn wäre ;-) )

Mittwoch, 25. März 2009

Eigentlich...

...wollte ich heute was im Garten machen.

Aber

Seit gestern schneit es wieder und jetzt liegt Schnee, - und es wird immer mehr.

Verdammt langer Winter dieses Jahr!

Freitag, 15. August 2008

Interessant...

....und zu umfangreich, um es jetzt gleich alles zu lesen (weil ich mich sonst fürchterlich verzetteln würde).
Deswegen wird hier ein Lesezeichen gesetzt:

Assur - Das Herz eines Weltreiches

Mittwoch, 13. August 2008

Dromoi

Man stelle sich einen langen, geraden Weg vor, der durch hohe Mauern von der Außenwelt abgeschirmt ist. An beiden Wegrändern sind in regelmäßigen Abständen Sphingen aufgereiht, die den Weg schützen. Zwischen den Sphingen wachsen Maulbeerfeigenbäume (Sykomoren). An den Wegrändern blühen Blumen.

So sahen im alten Ägypten wahrscheinlich die Dromoi (Einzahl Dromos) aus.

Ein Dromos ist ganz allgemein ein Zugangsweg bzw. Korridor. Hier sind es Prozessionswege zu Tempeln und Grabkammern, Wege in andere Dimensionen sozusagen. Diese wurden bewußt gärtnerisch gestaltet und bildeten einen unerläßlichen Bestandteil von Tempelanlagen.
Die Pflanzen waren nicht nur Schmuck, sondern sollten durch ihre Symbolkraft eine wohltuende Atmosphäre verbreiten.

Um die Dromoi derart begrünen zu können wurden z.T. bis zu neun Meter tiefe Löcher in karge Felsen und trockenen Wüstenboden gegraben, die dann mit Nilschlamm gefüllt und mit Bäumen und Blumen bepflanzt wurden. Um die Wasserversorgung zu sichern wurden aufwändige Bewässerungskanäle gebaut.

Ich lese augenblicklich darüber. Ist hochinteressant! Das Bild des Weges mit den aufgereihten Shingen und den Bäumen dazwischen hat mich besonders beeindruckt.

Mittwoch, 14. Mai 2008

Viola cornuta

Neulich hatte ich ja schon über meine Hornveilchen-Aussaat-Experimente geschrieben. Wenn man Blumen sich selbst überlässt, kann das ungeheuer spannend sein, weil man ja nie genau weiß, was am Ende dabei herauskommt.
Ich hatte die Erde aus den Blumenkästen, wie gesagt (hatte ich das schon gesagt?) im letzten Herbst zu Füßen eines Philadelphus ausgebreitet, - wohl wissend, daß sie durchsetzt mit Hornveilchensamen war. Jetzt wird langsam das ganze Ausmaß der Bescherung sichtbar, weil immer mehr der kleinen Pflanzen aufblühen und eine derartige Vielfalt an Blütenfarben an den Tag legen, daß ich das unmöglich für mich behalten kann. Wohlgemerkt die Elternpflanzen gab es in zwei Variationen, nämlich gelb-violett und weiß-violett:

viola2
drei gelbe und zwei tiefviolette Blütenblätter, -eine klassische Variante,

viola3
Farbverlauf von fast weiß bis violett mit dunkellila Äderchen,

viola4
rotviolett mit gelber Mitte,


verschiedene Gelbtöne mit lila Wolken durchsetzt,

viola6
noch ein eher klassisches Muster, gelb-violett aber unregelmäßiger verteilt,

viola7
auch sehr hübsch, - innen verschiedene violett-Töne mit gelb, nach außen hin in ein zartes lila auslaufend,

viola8
zart gelbviolett mit außergewöhnlicher Zeichnung,

und diese hier
viola1
finde ich ganz besonders schön . Ich nenne sie "Gewitterstimmung"
Die ist einfach nur ... entzückend! Diese tief dunklen Ränder und die mit dunkelvioletten Äderchen durchzogenen gelben Bereiche...
:-)

Montag, 5. Mai 2008

"Ich bin dann mal...

...im Garten!"
Das könnte ich eigentlich jetzt immer schreiben, wenn hier ewig nichts Neues passiert.
Ich bin besessen, ich kann nicht anders! Im Garten tauche ich einfach ab und zwar jede freie Minute. :-)
Die anderthalb Stockwerke, die zwischen Garten und Arbeitszimmer liegen entsprechen der Entfernung zwischen Erde und Mond, wenn ich im Garten bin.
Und dann gibt es ja auch noch die Ackerfläche, auf der ich in diesem Jahr ein etwas anderes Konzept ausprobieren möchte, aber davon berichte ich zu gegebener Zeit, - und zwar hier.
Ich bin dann mal... na Ihr wißt schon wo.*ggg*

Freitag, 25. April 2008

Notizen auf die Schnelle

Vita Sackville - West (09.03.1892 - 02.06.1962),
englische Schriftstellerin und Gartengestalterin

Sie erschuf den berühmten Garten von Sissinghurst Castle, hatte u.a. eine langjährige Beziehung mit der Autorin Virginia Woolf und war Vorbild für deren Romanfigur Orlando.


"Eine müde Schwimmerin im Meer der Ewigkeit
Laß ich die Wellen über mir zusammenschlagen:
Sink durch Jahrhunderte in eine andre Zeit
und finde Schloß und Rose, die dort begraben lagen."

(Vita Sackville-West, "Sissinghurst", Gedicht, 1930)



Gertrude Jekyll (1843 - 1932)
englische Gartenkünstlerin und Gartenautorin. Eine interessante Persönlichkeit mit deren Werk ich mich dringen näher beschäftigen muß.
Auch sie steht übrigens in Verbindung mit einem Literatur-Klassiker. Ihr Bruder war mit dem Autor Robert Louis Stevenson befreundet, der sich den Namen Jekyll für seinen Kriminalroman "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" auslieh.

...interessant interessant!

Dienstag, 26. Februar 2008

Lebensversicherung im Permafrost

Zunächst als kurze Notiz für mich:
Der Link zur Seite, auf der die Global Crop Diversity Trust Foundation über die neu entstehende Saatgut - Bank auf Spitzbergen berichtet.
Damit will ich mich später beschäftigen.

Sonntag, 27. Januar 2008

Ich habe ein neues Spielzeug:

GT_-Banner

:-)

Da kann ich auch endlich mal so richtig mit Fotos rumsauen!
:-D

P.S.: Hier geht es natürlich trotzdem weiter!

Sonntag, 20. Januar 2008

Das Akanthusblatt

Seit der Spätantike war das Akanthusblatt

Akanthusblatt_origin

in mehr oder weniger stark stilisierter Form als ornamentales Gestaltungselement vor allem zur Verzierung von Kapitellen gebräuchlich.

Akanthusblatt_stein

Dieses Sandsteinrelief habe ich im Innenhof des Alten Schlosses in Giessen fotografiert.