Das war wieder ein Lehrgang! Ein ganzes Wochenende lang Intensivsttraining mit soooo vielen unterschiedlichen Leuten (darunter viele, die selbst im eigenen Dojo Lehrer sind) ist immer ein besonderes Erlebnis.
Ich habe jede Menge neues gelernt, - bekannte Techniken hab ich mit neuen Puzzleteilchen vervollkommnen können und ich habe erstmals zwei Dinge geschafft, die mir bisher fast unmöglich erschienen sind.
In meinem alten Dojo wurden nämlich manche Techniken als "gaaaanz kompliziert, gefährlich und nur für weit Fortgeschrittene zu bewältigen" hingestellt und dementsprechend nie geübt . Diese Suggestion hat bei mir total verfangen, sodaß diese Sachen in meinem Hirn als "das lern ich niemals" abgespeichert wurden. Im neuen Dojo nun gilt prinzipiell nichts, als nicht erlernbar und alle Trainierenden werden von Anfang an an alles herangeführt. Mit der nötigen Achtsamkeit und Stück für Stück, aber stetig und mit steigender Anforderung.
Eine dieser "unmöglich erlernbaren" Techniken ist
Koshinage
In letzter Zeit beim Training hab ich es mal gerade so recht und schlecht hingekriegt, als
Uke
über die Hüfte meines Partners zu "rollfallen" ohne mir dabei den Hals zu brechen. Aber ordentlich zu fallen oder gar selber jemanden Koshinage zu werfen, davon war ich bisher weit entfernt. Gestern nun hab ich endlich mal jemanden erwischt, der selber Koshinage perfekt konnte, der mich da hervorragend heranführen konnte und der außerdem klein und zierlich gebaut war. Ich kontte es kaum glauben: sowohl das Fallen als Uke als auch das Werfen als Nage (das ist der, der die Technik ausführt) ist mir zum ersten Mal überhaupt gelungen *angeb*. Nun natürlich nicht so flüssig und elegant wie den Zweien auf dem Video aber ich habs hingekriegt!
Das zweite "gaaanz schwierige" ist der
Freie Fall. Im alten Dojo die heilige Kuh der Fortgeschrittenen, im neuen Dojo eine Selbstverständlichkeit für Alle.
Auch den hab ich mit entsprechend sauberer Führung und unter geduldiger Anleitung eines erfahrenen Partners zum allerersten Mal richtig geschafft! Und es war gar nicht so furchtbar wie gedacht. Das Schwierigste daran ist die Angst davor.
Ich bin soooo stolz auf mich!