Donnerstag, 3. April 2008

Pelargonium grandiflorum...

... ist der botanische Name der adligen Schönheit, von der ich im letzten Eintrag schrieb.
Nicht "Lord Bute", sondern eine andere Sorte dieser Art begegnete mir dann einige Tage nach meinem Traum in einem Geschäft. Und weil ich immernoch so hingerissen war von meinen Traumbildern und auf den Lord bekanntermaßen noch etwas warten muß, konnte ich nicht vorbeigehen und habe eine Pflanze erstanden. Um mal einen Geschmack von der Schönheit der Blüten zu geben, die mich seltsamerweise total faszinieren (ich bin normalerweise nicht so anfällig für den plumpen Charme protziger Riesenblüten in knalligen Farben!) hier zwei der vielen Fotos, die ich davon in den letzten Tagen unbedingt machen mußte:

pelargonium_grandiflorum1

pelargonium_grandiflorum2

Und dann fand ich auf dem Weg zum Kompost gestern noch ihre Winzigkeit Fräulein Viola Cornuta in der Wiese:

voila_cornuta1

Ich habe ja die Angewohnheit, Pflanzen, die mir gefallen kräftig Samen bilden zu lassen. Das habe ich auch mit den Hornveilchen gemacht, die ich im letzten Jahr gekauft hatte und die Samen habe ich dann großzügig im Garten verstreut und siehe da...!

voila_cornuta3

Die Blüte ist tatsächlich größer, als die gesamte Pflanze, - und sie hat schon wieder eine Knospe.
Die anderen beiden Pflänzchen blühen noch nicht, aber ich wette, das dauert nicht mehr lange.

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Lu Ping - 4. Apr, 00:27

Ich mag Protz und Pomp. Ich kann nicht anders, ich bin Löwe. Deshalb mag ich auch Rosen so. Die habens nicht nötig, verschämte Blütenpracht zu bilden. Die sagen: alles oder nix! Sofort! Find ich toll. *toll find*
Nichts gegen (Horn)veilchen, die sind auch gut. Aber wenn ich wählen müßte ... *große Pupillen bekomm*

Zia - 7. Apr, 15:05

Ich bin...

...ja besonders durch bizzare Formen und subtilen Charme zu beeindrucken.
Ich kann halt so überkandiedelten Neuzüchtungen in "Trendfarben" nichts abgewinnen, was sich hauptsächlich auf die sogenannten "Beet- und Balkonpflanzen" bezieht. Bin da gärtnereigeschädigt . Wenn man hektarweise mit Beet- und Balkonpflanzen -Standard- Massenware zu tun hat, dann kann man das Zeug irgendwann nicht mehr sehen. (Ich habe einen meiner drei Monate Betriebspraktikum in so einer großen Zierpflanzengärtnerei gearbeitet)
Vor meinem Studium war ich demgegenüber noch sehr viel unbefangener.

Für mich muß das immer auch "Substanz" haben, - irgendeine Verbindung zum "Ursprünglichen", verstehste was ich meine?

Deswegen muß mir eine solche Pflanze schon ganz besonders gefallen, damit ich sie kaufe, tja ;-).
Lu Ping - 7. Apr, 17:13

Nee, ach, ich versteh Dich durchaus und war selbst nie ne Anhängerin gewisser sofort-blindwerd-Geranien usw. Schauderbar, was es da so gibt und spricht mich auch gar nicht an.
Ich schätze, unsere Vorlieben gar nicht so verschieden ein *kichers*, auch wenn das anders anklingt. Aber wenn ich in meinem Garten mit Hornveilchen anfang, brauch ich gar nicht erst beginnen (es sei denn, die sind in kleinen Zinnzubern usw.), weil die einfach hoffnungslos in dieser wilden Wucherei untergehen würden. Hier überlebt nur, wer stark ist, sich schnell vermehrt und Schwachen möglichst flott die Ressourcen entzieht. Hört sich gemein an, wenn ich das so lese ... aber ist echt so. Alles, was klein ist, geht nicht. Und überhaupt ist das ja ein gemeiner Rosengarten ... also was laber ich hier eigentlich, höhöhö.

:-DDD
Zia - 16. Apr, 16:22

Jaaa...

...ich hatte die Hornveilchen ja letztes Jahr auch in Terrakottakästen und nicht im Beet. ich kenn die Thematik mit dem Überwuchern nur zu gut. Besonders krass ist das ja auf den Ackerflächen. Da denkste, Du hast was geleistet, weil du 1000m² Wiese umgebrochen hast und dann guckst du zwei Wochen später und alles ist wieder zugewachsen, als wäre nichts passiert, und die frisch bepflanzten Beete verschwinden nur noch in wucherndem Gras.
Was hab ich da Lehrgeld bezahlt!
Da sind so Monstergewächse durchaus angesagt. Im Garten mach ich ja immer mit Hilfe des Spatens tabula rasa, - also für neue Beete wird erstmal die ganze Grasnarbe abgetragen und kompostiert und damit verschwindet auch schonmal ein Großteil der Wurzelunkräuter. Dafür nehme ich dann auch in kauf, daß das Anlegen der Beete etwas länger dauert. Auf der Ackerfläche ist das natürlich undenkbar.
Dann kommen die kräftig wachsenden Strukturpflanzen und das Kleinzeuch drumhrum.
Was wie wächst zeigt sich ja dann sowieso erst mit der Zeit. Wie war das? : Die wichtigste Gärtnertugend ist Geduld...
...*etwas vom Thema abegewichen ist*
*gg*
Lu Ping - 17. Apr, 23:11

Oje, solchen Träumereien wie Umgraben und danach hab ich ein freies Bild, wo meine Pflanzen gut wachsen können, habe ich schon lange nicht mehr. Nicht nach meinem ersten Jahr in diesem Garten. Da war dann auch nix mehr von diversen schweißtreibenden Aktionen zu sehen, sondern sah aus, als wäre die Natur nicht angerührt worden. Nur daß da drin noch was anderes wuchs *ggg*
Gut, ganz so schlimm ist es nicht mehr, aber sobald man nicht aufpaßt, sind derlei Zustände wieder da. Kommt man gar nicht hinterher, zumal es sich bei dem Garten nicht nur um einen Laufgang ums Haus handelt.
Also denk ich mal gar nicht an Deine Ackerflächen, sonst geht mir schon wieder die Muffe *gnickers*
Wenn ich mal wieder in Köln bin, werd ich mal mit Drachenfrau nen Abstecher machen und alles genau begutachten *ggg*

:-D
Zia - 23. Apr, 22:11

Ja ja...

...nur immer her(ein)spaziert. *fieberhaft überlegt, wie sie bis dahin all das viele Unkraut in den Griff kriegt, plötzlich einen Geistesblitz hat und schonmal Arbeitshandschuhe für die Weibsens zurechtlegt* *verschlagenes Grinsen kaum unterdrücken kann*...
...kleiner Scherz hähä
...äääh wann genau wolltet Ihr nochmal kommen?
:-D
Ja wie gesagt, die Methode die alleroberste bewachsene Schicht ganz abzutragen und den Boden darunter lediglich zu lockern ist nach meiner Erfahrung bei weitem die nachhaltigste. Umgraben im Sinne von Spontanvegetation von oberst zu unterst graben bringt kaum was. Erstens schadet es dem Bodenleben, - die in der obersten Schicht, die an mehr Sauerstoff gewöhnt sind kommen nach unten, wo sie sich nicht wohl fühlen und die von unten, die es gerne etwas heimeliger haben werden ans grelle Tageslicht gespült und finden das auch nicht so toll, - naja und abgesehen davon überleben gerade die Pflanzen, die man eigentlich loswerden wollte wie Gräser, kriechender Hahnenfuß und derlei Zeugs das problemlos.
Die Methode ist halt aufwändiger, aber da ich sowieso `nen Grabefimmel habe und dabei so richtig alles um mich rum vergessen kann, ist das im Garten nicht so schlimm.
Für den Acker hab ich halt das Maschinchen, ohne das ginge es nicht.
Lu Ping - 23. Apr, 23:26

Tsess, also das mit den Arbeitshandschuhen ist sonst immer mein Part. *Gäste unheimlich gern zur Arbeit verdonner*
Ich kann ja momentan so gaaaaaaaar nicht kommen *ganz viel vorhat, weil Terminkalender so unmäßig dick* *ggg*

Das mit der üblichen Umgrabemethode war mir auch bekannt. Ist eigentlich auch logisch. Aber es verführt natürlich dazu, einfach mal das Unkraut umzudrehen und die Erde oben zu haben, weils so schön gemacht aussieht *ggg*
Wenn man erstmal Grund drin hat, geht das oft auch alles viel leichter. Kommen natürlich immer viele Pflanzen nach und auch wieder. Beifuß ... diverses Gestrüpp ... *hech* Da muß man dran bleiben. Aber bspw. verändert sich auch Gras. Wo vorher nur Quecke und irgendwelches Sumpfgras war, kommt plötzlich sowas ganz Feines, Zartes. Total schön. Richtiges Ostergras. Oder so´n rötliches, das zuerst wie´n dicker Fuchsschwanz ist und sich dann auffächert. Oder eins wie Elfenhaar. Total faszinierend, was es allein schon an Gras gibt *schwärm*
Maschine hätte ich allerdings auch gern ... *heute haufenweise blödes, trockenes Sumpfgras qualmig verbrannt hat*
Zia - 25. Apr, 16:57

Ich muß gestehen...

...ich arbeite wo es geht am liebsten von Hand. Die Maschine kommt nur zum Einsatz, wo die Fläche zu groß für Handarbeit ist, - und ich muß sagen ich bedaure, daß ich auf der großen Fläche nicht so gründlich zu Werke gehen kann, wie im Garten. Das ist einfach dort nicht zu schaffen. Die Kompanie arbeitsamer Menschen, die dazu nötig wäre, das in angemessener Zeit zu schaffen kann ich dummerweise nicht bezahlen.
Das Fräsen des Bodens mit dem Einachser ist zwar nicht schlecht, entfernt allerdings keinerlei Wurzeln, sondern zerhäckselt sie nur und gerade so Gesellen wie Ampfer oder kriechender Hahnenfuß sind darüber höchst entzückt, weil sich aus jedem Wurzelstück eine neue Pflanze entwickelt.
Das einzige Gras, daß sich bis jetzt in meinen Augen positiv hervorgetan hat ist dieses duftende Mariengras. Das verströmt ein ganz intensives Cumarin-Aroma. Ansonsten bin ich immer bemüht Gräser möglichst ... einzudämmen..., weil das Zeug ist dermaßen robust, - nicht totzukriegen...
Neulich hab ich mal wo gelesen, daß Gräser die erfolgreichste Pflanzengruppe überhaupt sind und daß sie ein viertel der gesamten bewachsenen Erdoberfläche bedecken. Das glaub ich sofort!
Vielleicht sollte ich mal einen Thriller schreiben: "Der Angriff der Killergräser"....*schauder*
Lu Ping - 25. Apr, 18:59

Kann ich Dich ...

mal ausborgen? Du darfst auch alles von Hand machen und kriegst als Verpflegung japanische Köstlichkeiten serviert.
*ggg*

Und während Du arbeitest, les ich dann Deinen Killergrasthriller. Find ich ne echt gute Idee.

XD
Zia - 25. Apr, 19:53

Du unterschätzt...

...ganz offensichtlich meinen Appetit auf japanische Köstlichkeiten,- und die Kapazität meines Magens, sonst würdest Du das nicht sagen *chch*.
Ich gehöre nämlich zur Fraktion "Tarnen und Täuschen". Dem Aussehen nach könnte man meinen, ich esse nur ganz wenig, aber wenns was Leckeres gibt ess ich locker mal die Bauarbeiterportion. Also ich würde sagen Du bestellst schonmal Containerweise Sushi-Zutaten. *Mit dem Spaten rumspielt*.
:-D
Lu Ping - 26. Apr, 00:30

Ach, das ist bei mir ganz genauso. Unschuldig daherkommen und dann die Haare vom Kopp fressen.
Ich bestell dann mal gleich meine japanische Schwägerin her, die kann dann für uns kochen *immer so gute Ideen hat*

XD
Baumkriegerin - 11. Apr, 18:16

Hornveilchen... Warte, warte...

... noch ein Weilchen... *grins* Ja, das sind schon ganz robuste Pflaenzchen... Ich habe irgendwie ein besonderes Verhaeltnis zu ihnen... Sehr liebe ich auch die wilden Varianten... Die ganz kleinen, die man auf den Wiesen findet....! :))
Was ich aber eigentlich erzaehlen wollte.... Ich wunderte mich gestern, warum hier bei uns im Garten ueberall zwischen den Fliesen und Kieseln des Hofes Hornveilchen herauskommen... Meine Mitbewohnerin erzaehlte mir dann, dass sie letztes Jahr ein Saatband mit Hornveilchensaat geschenkt bekommen und dieses in einen Balkonkasten gelegt hatte... Es passierte aber GARnix... Kein Bluemchen zeigte sich... Dieses Jahr nun kommen sie ueberall heraus, nur nicht in dem Kasten (naja, bis auf EINE einzige Pflanze...!!!). Unsere Vermutung: Die lieben Voeglein haben im Kasten gewuetet und die Saat im Hof verteilt....! *grins* Aufjedenfall... Ja, erstaunlich... Minipflaenzlein mit riiiiiiiesigen Bueten...! :)
Liebe Gruesse von der Aine

Zia - 16. Apr, 16:24

Nun...

... ja sie sind durchaus regenrativ die Kleinen. Das mag ich an denen auch so. Und sie sind zäher, als sie aussehen.
;-)

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